Archiv für Februar 2012

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BWE – Training deluxe

Februar 21, 2012

Kuckt euch das an. Body weight exercises vom Feinsten. Absolut krass !!! Functional Training ist der Hammer. Zu blöd, dass es bei uns nicht so ein tolles Klettergerüst gibt :-)

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Eröffnung Sportschule Myle – Review

Februar 10, 2012

Am 5. Februar 2012 hat die Sportschule Myle wie angekündigt ihren Betrieb aufgenommen. Bei eisigen Außentemperaturen ging es auf der Matte heiß her. Den ganzen Tag über haben sich sowohl neugierige Zuschauer als auch aktive Teilnehmer die Klinke in die Hand gegeben und dafür gesorgt, dass durch den permanenten Betrieb die positiven Erwartungen deutlich übertroffen wurden.

Am Anfang hatten die Anwesenden die Möglichkeit, einen Eindruck davon zu bekommen wie ein gutes Grapplingtraining ablaufen sollte. In gewohnt souveräner Weise führte Rojhaz durch ein Training mit Drills und einem Technikteil, bei dem die erfahrenen Teilnehmer wichtige Basics trainieren konnte und die Newbies erste Erfolgserlebnisse bekamen.

Wie es sich für eine open mat gehört, ging der erste Teil fließend in eine ausgiebige Rollsession über. Das Spektrum der Anwesenden reichte von absoluten Newcomern bis zu erfahrenen Wettkämpfern und somit kam jeder beim Sparring auf seine Kosten. Da sowohl Lutadores vom Budokan Bad Rappenau, Kämpfer von der Martial Arts Academy Mannheim und einige Grappling Hooks anwesend waren, konnte jeder kämpferisch gut gefordert werden und bei Bedarf sogar noch einen Nachschlag bekommen. Very very nice.

Selbstverständlich bekam auch der Nachwuchs die Gelegenheit Mattenluft zu schnuppern.

Neben dem Grappling gab es auch genug Zeit das vorhandene Equipment zu testen und mit den Experten zu fachsimpeln.

Ein rundum gelungener Start, der allen Beteiligten ein Lächeln auf das Gesicht gezaubert hat.

Die neue Sportschule ist eine echte Bereicherung für die Gegend. Jeder der ernsthaft an gutem Grapplingtraining interessiert ist sollte sich da mal blicken lassen. Und falls nicht … wird er vernascht wie dieser kleine süße Schokomuffin !!! HAHAHAHAHAHAHA !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

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Mora Familie

Februar 5, 2012

Hey Outdoorfreunde, heute beschäftigen wir uns mit dem Nr. 1 Tool für Spaß und Action irgendwo da draußen. Wir haben über Schnur geredet, wir machen gern Feuer und Wasser ist ein großes Thema, aber wenn ihr nur ein Werkzeug mitnehmen dürft, let it be a knife.

Ok, ich gebe zu, dass ich ein großer Messerfan bin. Und die Auswahl ist gigantisch. Aber heute wollen wir uns eine spezielle Marke ansehen, die inzwischen in der Szene schon Kultstatus erreicht hat. Lasst uns über Mora-Messer reden !!! Mora ist ein schwedischer Hersteller, der in erster Linie feststehende Messer für den Outdoorbereich produziert. Inzwischen haben die ein ganz ansehnliches Sortiment an verschiedenen Modellen. Vor einigen Jahren sind die bei mir auf dem Radar aufgetaucht und haben sich nach einer kurzen Phase des Zweifelns in mein Herz gestohlen.

Zweifel? Erzähl!

Na ja, zuerst einmal komme ich aus einer Gegend in der folgende Weisheit kursiert: “Was nix koschd isch nix wert”. Und bei aller Freundschaft, die Teile sind wirklich spottbillig. Dann ist die Köcherscheide komplett aus Plastik und auch die Griffe sind aus Plastik, bzw. aus einer Art Gummi. Gehen wir ins Eingemachte: Bisher war es mir bei Messern immer wichtig, dass sie full-tang verbaut waren. Sprich, die Angel sollte durch den kompletten Griff gehen. Die Moras haben jedoch nur eine Steckangel, die mit dem Griff verklebt ist. Sie reicht etwa bis zur Hälfte in den Griff. Wenn es euch interessiert wie das aussieht, werdet ihr nach kurzer Suche im Netz fündig. Ein paar nette Freaks haben da Röntgenbilder eingestellt :-)

Alles gute Gründe die Teile einfach zu ignorieren. Aber hey, nehmen wir uns die Evolution zum Vorbild, einfach mal etwas Neues ausprobieren. Falls es versagt, einfach den Staub von den Gewändern abklopfen und weiter gehen. Aber manchmal, wirklich nur ganz selten, landet man so einen Glückstreffen und dann heißt es einfach nur YEEEHHHHAAAAA. Doch ich werde emotional, zurück zur Sache.

Liebe Freunde, aus dem großen Mora-Sortiment habe ich vier Exemplare heraus gepickt um sie etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.

Darf ich vorstellen, das Mora 511, das Mora 711, das Mora 746 und das Mora Companion.

Alle vier stecken ohne zusätzliche Befestigung in einer Köcherscheide. Dabei sitzen sie jedoch so fest, dass sie auch kopfüber nicht rausfallen und man schon ordentlich schütteln muss, damit sie sich lösen. Das ist ein wirklich nettes System und man ist schon geneigt die billige Plastikscheide zu vergessen. Die Aufhängungen kann man aber fast voll vergessen. Man muss den Gürtel öffnen und durch die Schlaufe ziehen und man sollte eine Damengürtel tragen, da er kaum breiter als 3 cm und nicht sehr dick sein darf. Einzige Ausnahme ist das Companion, dessen Aufhängung breiter und tiefer ist und sich durch die offene untere Seite einfach einhängen lässt. Die Scheiden sind schwarz (Companion grell orange :-) ) und haben alle unten ein Loch, damit eingedrungenes Wasser abfließen kann.

Das 511 und das 711 haben eine Carbonstahl-Klinge. Sie werden auf 59 bis 60 Rockwell gehärtet. Dadurch sind sie extrem schnitthaltig, jedoch nicht rostfrei. Werden sie nicht sofort nach dem Gebrauch gepflegt, machen sich deutliche Oxidationsspuren sichtbar. Dadurch wird die Gebrauchsfähigkeit jedoch wenig beeinträchtigt. Es gibt sogar Leute, die diese Eigenschaft nutzen um die Klinge (z.B. mit Senf) mit netten Mustern zu versehen.

Das Mora 511 hat einen deutlich ausgeprägten Handschutz, der ein Abgleiten der Hand auf die Klinge verhindern soll. Der rote Griff ist komplett aus Plastik. Der Griffkomfort ist ok, jedoch sind die anderen 3 Modelle deutlich überlegen. Das 511 ist das kleineste und leichteste der 4 Kandidaten. Die Klinge ist ca. 9,5 cm lang, Gesamtlänge ca. 20,5 cm, Gewicht mit Scheide knapp 100 g.

Das Mora 711 wurde in einem Test im Messer Magazin (Ausgabe 6/2009) mit neun anderen Outdoormessern mit Carbonstahl-Klinge ins Rennen geschickt. Getestet wurden u.a. die Schnitteigenschaften, Stabilität, Handling und Preis-Leistung. Das 711 hat den 1. Platz belegt und dabei Konkurrenten hinter sich gelassen, die teilweise mehr als 10mal so teuer sind. Die Klingenlänge liegt bei ca. 10 cm, die Gesamtlänge bei knapp 23 cm und das Gesamtgewicht bei ca. 120 g.

Das Mora 746 und das Companion haben eine rostfreie Sandvik-Stahl Klinge 12C27. Dieser wird auf ca. 57-58 Rockwell gehärtet.

Das Mora 746 hat eine identische Bauart wie das 711. Einziges äußeres Unterscheidungsmerkmal ist die Farbe des Knaufs und am Übergang Griff-Klinge. 746 blau, 711 rot. Durch ihren gummierten Griff liegen beide fantastisch angenehm in der Hand. Mit beiden lässt sich lange und angenehm arbeiten, auch bei Feuchtigkeit.

Das Mora Companion fällt auf den ersten Blick durch seine grell orangene Köcherscheide auf. Dadurch disqualifiziert es sich als Special Force Kampfmesser und auch der ein oder andere Ästhet dürfte damit ein Problem haben :-) Outdoor bei schwierigem Gelände oder schlechten Lichtverhältnissen ist das aber ideal. Bei näherer Betrachtung fällt auf, dass beim Companion, im Gegensatz zu den drei anderen Modellen, auch der Klingenrücken sauber gefinisht ist. Bei den Maßen und dem Gewicht liegt es ganz leicht unterhalb des 711/746.

Ooooh, sind die nicht lieb? Der Hammer ist, dass man die Messer zwischen 8 und 15 Euro bekommt. Stellt euch das mal vor, alle vier Teile zusammen kosten gerade mal knapp 50 Euro. Normalerweise zahlt man für ein einzelnes vernünftiges Messer das 2 bis 5fache. Klar, das Aussehen ist natürlich Geschmackssache. Musste mich auch erst daran gewöhnen, aber inzwischen gefallen sie mir richtig gut. Es sind einfach schöne robuste Gebrauchsmesser, die man intensiv nutzen kann und bei denen es kein Weltuntergang ist, sollten sie beschädigt oder verloren werden.

Nur der Form halber: Wir benutzen unsere Messer outdoor als Werkzeug für die unterschiedlichsten Zwecke. Grundsätzlich handelt es sich dabei um einen adäquaten Grund wodurch die Klingenlänge keine Rolle spielen sollte. Aber unsere hier betrachteten Moras sind unabhängig davon im grünen Bereich, da sie mit ihren Klingenlängen deutlich unter der 12 cm Grenze liegen und deshalb nicht unter das Trageverbot fallen. Für die meisten Einsatzzwecke  outdoor ist einer kürzere Klinge sowieso sinnvoller, da sich so deutliche Vorteile beim Handling ergeben. Nur für Hau- und Hackarbeiten sind die recht kurzen und sehr leichten Messer weniger geeignet. Dafür beeindrucken die Moras durch ihren speziellen Schliff mit einer grandiosen Schärfe und lassen sich auch relativ leicht wieder nachschärfen.

Zusammenfassung: Die Moras sind für mich tolle Gebrauchsmesser mit denen sich sehr gut arbeiten lässt. Sie sind robust, sehr scharf, haben ein unglaubliches Preis-Leistungsverhältnis und sind extrem leicht. Damit haben sie auf jeden Fall einen festen Platz in meinem Equipment, entweder als Hauptmesser oder als Back-up.

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