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Equipmentcheck: Carinthia Defence 4

Februar 4, 2009

Hier kommt der versprochene Equipmentcheck zu meinem Carinthia Defence 4. Es gibt ihn in zwei Ausfertigungen, jeweils für Körpergrößen bis 185 cm oder bis 200 cm. Da meine Körpergröße im Grenzbereich liegt, war ich mir nicht ganz sicher, habe mich dann aber für die größere Variante entschieden. Klar, größerer Innenraum verlangt dem Körper mehr Heizleistung ab, andererseits wollte ich nicht zu beengt sein und für alle Fälle auch noch Platz für Ausrüstung im Inneren haben. Er hat eine zweilagige Konstruktion, Differenzialschnitt, Thermoreflect Isolierung und eine Kunstfaserfüllung (1.100 g GLT Hollow Fibre). Der Komfortbereich ist mit -15 Grad angegeben, der Extrembereich mit -34 Grad.

Kleiner Exkurs: Seit 2005 gibt es eine EU-Norm, die allgemeine Anforderungen zur Kennzeichnung und Beschreibung von Schlafsäcken festlegt. Damit soll erreicht werden, die Angaben der verschiedenen Hersteller und Modelle miteinander vergleichbar zu machen. Die Komforttemperatur ist der Wert, bei dem eine „Standardfrau“ (25 Jahre, 60kg, 160 cm) gerade noch nicht friert. Beim Extremwert steht die „Standardfrau“ unter starker Kältebelastung mit einem erhöhten Risiko der Unterkühlung.

Wenn die Outdoorsache Spaß machen soll, empfiehlt es sich den Komfortbereich im Auge zu behalten. Im Outdooreinsatz hat sich der Defence 4 in Verbindung mit einem Biwaksack bis zu -17 Grad recht ordentlich geschlagen. Noch ein kurzes Wort zur Frage der Füllung: Kunstfaser oder Daune? Bei allem technischen Fortschritt hat immer noch die Daune die Nase vorn, wenn es um minimales Packmaß und geringes Gewicht geht (Achtung, es gibt Daunen von unterschiedlich hoher Qualität). Der Vorteil der Kunstfasern liegt darin, dass sie gegen Feuchtigkeit unempfindlicher und weniger pflegebedürftig sind. Außerdem sind sie normalerweise preiswerter.

Doch wir wollen Bilder sehen:

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Die Perspektive ist hier etwas verzerrt, doch läßt sich so die Mumienform sehr schön darstellen. Der Defence 4 hat eine Gesamtlänge von ca. 225 cm, eine Breite im Schulterbereich von 80 cm und im Fußbereich von 55 cm. Ein Wärmekragen ist nicht vorhanden, durch die Kapuzenform und die sehr eng verschließbare Gesichtsöffnung läßt sich die Wärme jedoch recht gut im Inneren halten.

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Er hat einen Mittelreißverschluss, der durch eine klettverschließbare Abdeckleiste vor Nässe geschütz wird.

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Die gefütterte innere Abdeckleiste reduziert den Kälteeinbruch an der Schwachstelle Reißverschluss.

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Wer steht auf kalte Füße? Keiner! Das wird vermutlich der Grund für die verstärkte Fütterung im Fußbereich sein.

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Der Packsack ist mit Komprimierungsriemen versehen, womit ein Maß von 25×38 cm erreicht werden kann.

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Das Gesamtgewicht beträgt 2.040 g. Nach Möglichkeit sollte der Schlafsack nicht permanent im Komprimierungssack aufbewahrt werden, da darunter der Loft leiden kann. Grundsätzlich (vor allem bei Daunenfüllung) sollte der Schlafsack nicht zusammengerollt, sondern in den Packsack gestopft werden. Auch dadurch wird die Füllung geschont. Der Defence 4 ist ein 3- Jahreszeitenschlafsack, mit dem man in unseren Breiten von Herbst bis Frühling ganz gut bedient sein sollte. So richtig Spaß macht es natürlich, wenn man ihn im unteren Grenzbereich einsetzen kann. Um den Komfortbereich noch um 4 bis 5 Grad zu strecken, sollte man über folgende Ergänzung nachdenken :-)

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Viel Spaß bei der nächsten kalten Nacht irgendwo da draußen!!!

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