Archiv für Juni 2008

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Therapiesitzung – Equipmentcheck 20.06.2008

Juni 22, 2008

Freitag abend, nach einer langen Woche verlässt du endlich das Büro und die Stimmen in deinem Kopf werden immer lauter. Nicht gut. Jetzt müssen unbedingt Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. Normalerweise wäre Powern jetzt das Mittel der Wahl. Für mich heute aber auch nur eingeschränkt möglich. Hänge ziemlich in den Seilen. Will nicht hoffen, dass die Stimmung schon auf die körperliche Leistungsfähigkeit schlägt und eine üble Abwärtsspirale in Gang setzt.

Glücklicherweise ist auf das Luta Livre Training Verlass und die Kampfmaschinen reissen mich wieder gut mit. Danach geht es mir besser, aber ich bin noch lange nicht im grünen Bereich. Den restlichen Abend auf der Couch zu verbringen würde mich wieder zurück ins Loch reissen. Also packe ich kurzfristig meine Sachen und gehe nach Outdoorhausen.

Heute wird das Lager mal etwas anders gestaltet. Die equadorianische deluxe Hängematte von Anne und darüber für alle Fälle ein Tarp. Bei einem Vorabversuch habe ich die Hängematte mit einem dehnbaren Seil aufgehängt, keine gute Idee. Inzwischen habe ich eine 8er Reepschnur besorgt, die nur eine sehr geringe Dehnung hat.  So sieht das aus:

Beim Lagerbau leistet die Stirnlampe wieder super Dienste. So ein Teil ist draußen unersetzlich. Heute entfache ich nur ein sehr kleines Feuer. Der Mond ist ziemlich voll und die Temperatur sehr angenehm. Das Problem sind nur die elenden Stechmücken. Habe aber auch daran gedacht und ein nettes Spray besorgt, dass recht wirksam ist. Aaaah, jetzt kann man mal endlich loslassen. Mit etwas zu Trinken am Feuer zu sitzen ist einfach ultra entspannend.

Gegen später gehts dann ab in die Hängematte. Ich versuche mal auf den Schlafsack zu verzichten und statt dessen einen Poncholiner zu benutzen. So ein Teil haben mir Jürgen und Nicole empfohlen, die damit sehr gute Erfahrungen gemacht haben. Ist im Prinzip eine große, dünne Decke, die trotzdem gut warm gibt.  Teilweise wird es nachts doch etwas frisch, wenn man sich aber richtig einwickelt und mit einem Shemag zur Unterstützung ist es doch ganz gut auszuhalten.

Regen gibt es keinen und so dient das Tarp am nächsten Morgen als Sonnensegel:

Hat richtig Spaß gemacht und, viel wichtiger, mich wieder gut runter gebracht. Das schreit auf jeden Fall nach einer baldigen Wiederholung.

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Kettlebellvergleich

Juni 15, 2008

Hey Rojhaz, hier kommt das versprochene Bild mit den zwei Kettlebells. Die 16er sieht im Vergleich zu der 40er richtig goldig aus. Bin schon auf Dein neues Baby gespannt. Weit bist Du von dem Teil damit ja nicht mehr entfernt.

Freitag war ein richtig gutes Training. Eine echte Alternative, wenn die Halle mal wieder gesperrt ist. Muss aber zugeben, dass ich ziemlich üblen Muskelkater hab und zwar, … überall :-) Freu mich aber schon auf’s nächste Juggeln.

An die anderen Lutadores: Den Spaß dürft ihr euch das nächste Mal nicht entgehen lassen !!!

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Köln 31.05.+01.06.08 – Technik-36 – Purple Belt

Juni 4, 2008

Am Wochenende geht es wieder einmal nach Köln. Ich bin gerade dabei, die Technik-36 Trainerfortbildung zu absolvieren und jetzt steht mal wieder ein Termin an. Es ist schön, alte Bekannte, aber auch einige neue Gesichter zu sehen.

Das Seminar wird von Andyconda in gewohnt hoher Qualität gehalten. Es wird konzentriert und hart trainiert, ohne den Spaß auf der Matte zu vernachlässigen. Thema des Wochenendes: allgemeine Befreiungstechniken, Drills und Befreiungstechniken aus angesetzten Abschlusstechniken. Das Technik-36 Programm hat ja schon interessant geklungen, tatsächlich ist es aber noch besser als erwartet. Die Techniken sind mir zum größten Teil bekannt, aber gerade im Grappling sind die Details sehr wichtig. Von denen gibt es jede Menge, weshalb sich das Seminar auch inhaltlich für mich voll lohnt. Die Einbindung der Techniken in Drills um die Einzeltechnik in einem Flow intensiv einzuschleifen sind genial. Gegen Ende des ersten Tages bin ich so richtig platt. Als Andy meint, dass wir nun alle Techniken des Tages kombiniert in einem Flow trainieren sollen bin ich erschöpfungsmäßig erst etwas skeptisch, nach wenigen Minuten läuft es jedoch fließend und geschmeidig und macht richtig Spaß. Ok, ich muss dazusagen, dass ich hauptsächlich mit LL-Lehrern trainiere. Die wissen natürlich was sie tun, was den Spaßfaktor noch einmal deutlich steigert.

André und ich übernachten in der Halle. Abends gehen wir zu einem Asiaten Essen. Die Frage Stadt oder Halle, fällt zu Gunsten der Halle aus. Platt wie wir sind werden wir an dem Tag auch nicht mehr alt. Trotz allem experimentiere ich mit meiner Schlafstätte. Das Feldbett bleibt heute verpackt, dafür kommt die Hängematte zum Einsatz. In der Sportschule ist ein starkes Seil an zwei Enden an einem Deckenbalken befestigt. Daran binde ich die Hängematte an. Geht relativ gut, auch wenn ich die ganze Zeit auf dem Rücken liegen muss, was hier nicht ganz angenehm ist. Mein ganzer Rücken fühlt sich nämlich an, als hätte ich eine starken Sonnenbrand. Offensichtlich hat das Training, vermutlich verstärkt durch das Training vom Freitag (eingesprungene Armhebel), die Haut ziemlich beansprucht. Am nächsten Morgen gibt es erstmal das gute Frühstück beim Mäc :-)

Um halb 12 trudeln langsam die anderen Teilnehmer ein. Jetzt wird noch einmal 4 Stunden trainiert. Gegen Ende des Seminars verkündet Andy, dass André Hahn und ich ab sofort als Purple Belt eingestuft werden. Wow, das kommt an dieser Stelle für mich ziemlich überraschend, ist aber sehr erfreulich und klar, stolz bin ich natürlich auch. Damit die Sache auch richtig gewürdigt wird und sich einprägt, hat jetzt Jeder traditionell einen Wurf frei. Nur als Info für alle, die das noch nicht kennen: d.h., alle Anwesenden dürfen die Neugraduierten einmal werfen :-)

Nach den Duschen wird der Heimweg angetreten. Mann, platt bin ich, so platt war ich seit gestern nicht mehr :-)

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Trolli 2008 – 25.05.2008

Juni 3, 2008

Diesen Sonntag treten wir zum zweiten Mal beim Trollinger Halbmarathon an und läuten damit offiziell die diesjährige Laufsaison ein. Vom Budokan Lauftreff starten Mario, Andrea, Karin, Kay und ich. Zusätzlich ist noch Matthias mit dabei. Aufbruch um 9:15 Uhr in Rappenau. Ich hole Matthias ab und wir treffen die Anderen am Stadioneingang in HN. In der Nacht bis in den Morgen hinein hat es ordentlich geschüttet, pünktlich zum Abmarsch kommt aber die Sonne raus. Wollen mal hoffen, dass es nicht zu dämpfig und drückend wird.

Wie bei einigen anderen Gelegenheiten in der Vergangenheit habe ich das Gefühl nur suboptimal vorbereitet zu sein. Das ist wohl der Preis den mal zahlen muss, wenn man auf vielen verschiedenen Hochzeiten tanzen will. Offen gesagt, ich war am Donnerstag eine mittlere Runde laufen und nur zwei und drei Wochen vorher bei den Probeläufen dabei. Was sagt die Trainingslehre dazu? Dududu !! Ich kann nur hoffen, dass mein Körper nicht so pingelig ist und das Kampfsport- und Kraftausdauertraining mit anrechnet.

Etwa um 10:30 Uhr geht es los. Wir haben uns auf die Zielzeit 2 Stunden eingestellt. Schon beeindruckend, tausende Menschen stehen am Start. Ein Block nach dem anderen bekommt das Startzeichen. Die Spannung steigt, ruhig Brauner, 3, 2, 1 und los. Wir laufen zusammen, Mario gibt regelmäßig Zeit und Durchschnittsgeschwindigkeit durch. Es läuft recht gut und macht richtig Spaß. Nach ca. 7 km steigen die ersten Läufer mit hochroten Köpfen aus. Ich bin mir jetzt nicht ganz sicher, auf die Gesamtstrecke gerechnet ist das nicht besonders weit. Entweder sind das die Leute, die am Abend vorher eine Wette verloren haben oder sie haben einfach extrapoliert (Ok, ich schaffe regelmäßig 5 km in 30 min. Weiter bin ich noch nie gelaufen, aber das läßt sich ja leicht hochrechnen. Ich dürfte also knapp über 2 h brauchen). Kleiner Tipp: Ganz so einfach ist es nicht. Besser vorher doch mal ausprobieren.

Bis zur 10 km Marke muss man sich den Haigern hochkämpfen. Der Berg hat es ganz gut in sich. Oben angekommen kann man es erst einmal laufen lassen. Auf der Ebenen unten habe ich erstmal einen kleinen Einbruch. Glücklicherweise geht das wieder vorbei. Es ist zwar nicht optimales Laufwetter, aber um einiges besser als im letzten Jahr. Den ersten Umkipper mit Krankenwagen sehe ich erst kurz vor Klingenberg. Klingenberg raus ist noch mal übel. Ca. 3 km geradeaus. Hier machen so einige schlapp. Krass wie die teilweise steif daliegen und aus leeren Augen zum Himmel sehen. Die letzten 2 km sind hart. Bis hier sind Matthias und ich zusammen gelaufen, doch jetzt trennen sich unsere Wege. Er hat einfach noch ein bißchen mehr Dampf im Kessel. Den letzten Umfaller sehe ich 200 m vor dem Ziel. Bei dem war der Wille die 2 h zu knacken offensichtlich stärker als der Körper, der ihn einfach schnöde im Stich gelassen hat. Ich laufe nach 2:01,35 durch’s Ziel. Die anderen vom Lauftreff kommen ein paar Minuten später fast zeitgleich an.

Drinnen dreht es mir ganz schön den Helm. Tief durchatmen, keine ruckartigen Bewegungen, etwas Schatten und viel trinken. So kann die Regeneration langsam einsetzen. Im Zielbereich haben die Sanis nochmal alle Hände voll zu tun, weil es nicht bei allen so gut klappt.

An dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön an Sandra und Helga für ihre super Unterstützung. Das motiviert echt. Ebenfalls nochmal Glückwunsch Euch beiden zur erfolgreichen Absolvierung Eures ersten Triathlons die Woche darauf.

Infos, Ergebnisse und Bilder vom Trolli gibt es unter: Trollinger Marathon.

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New York – 15. bis 19.05.2008

Juni 2, 2008

Am Donnerstag ist die Nacht irgendwann zwischen 4 und 5 Uhr vorbei. Frag mich nicht wann genau, zu so unchristlichen Zeiten bin ich auf Autopilot. Wir müssen zum Flughafen nach Köln, weil wir nur von da einen Direktflug bekommen haben. Die Autobahn ist frei und wir hätten den eingebauten Puffer nicht benötigt, aber sischer is sischer. Wir fliegen mit Continental, um 11 Uhr gehts los, Dauer ca. 8h, Ankunft in Newark so gegen 13 Uhr (weil wegen die Zeitverschiebung, normal). Von hier geht es mit dem Taxi nach Mannhatten, mitten rein. Hotel Pennsylvania, direkt an der 7th Ave, gegenüber Madison Square Garden. Nur 2 U-Bahn-Stationen bis zum Time Square, im Fashion District.

Ok, ich bin erst zum zweiten Mal in New York und auch jetzt noch weit, weit, wirklich weit davon entfernt zu behaupten, dass ich die Stadt kenne, aber das, was ich bisher gesehen habe ist super. Versteh mich richtig, ich bin Outdoorfan und fühle mich überhaupt nicht unwohl bei dem Gedanken, tagelang auf einem Hügel zu sitzen, den Horizont zu beobachten und zu schweigen nur um festzustellen wie laut ein Flüstern sein kann. New York ist auf der „Was-geht-Skala“ so ziemlich am anderen äußersten Ende angesiedelt. Trotzdem hat es mir super gut gefallen und hey, ich hab bisher ja kaum was gesehen.

Das coole an einem Trip über einige Zeitzonen gen Westen: Man ist morgens ab ca. 4 Uhr fit. Einmal muss ich mir einen Spaziergang um 5 Uhr früh durch die Straßen Mannhattans geben. Zu mir hat mal Jemand gesagt, dass es nicht stimmt, dass NY nie schläft, da wäre auch manchmal tote Hose. Jedenfalls nicht bei meinem Rundgang. Hier ist an einem Freitag um 5 Uhr morgens mehr los, als am Samstag Abend um 22 Uhr in der City von HN.

Um 6 Uhr gehts zum Frühstück in einen Dunkin Doughnut. Ich sage dir eins: Falls die irgendwann (was Gott verhüten möge) auf die Idee kommen, in BR einen DD zu eröffnen, brauche ich grob geschätzt 3 Monate und ihr könnt mich Jabba de Manu nennen. Ich würde schon behaupten, dass ich ein ziemlich harter Typ bin, aber als die Lady reinkam und für’s Büro 3 große Kaffee und eine 12er-Schachtel gemischte Doughnuts bestellt hat, da hatte ich Tränen in den Augen :-)

Ansonsten verbringt die Maus den Freitag mit ihrem special interest Programm und ich entdecke zwei sehr wichtige locations:

  1. Midtown Comics, 7. Ecke 40., der Traum jedes Comicfans. Leider ist „All Star Batman and Robin“ 1 und 2 auch hier ausverkauft :-( Ich beruhige meine winselnde Kreditkarte und nehme nur „Batman: Hush“ mit, tue mir damit aber selber Gewalt an :-)
  2. Border Books vorne im Madison Square Garden drin. Als ich den Laden verlasse habe ich „How to Rock Climb“ und Randy Couture „Wrestling for Fighting“ dabei. Das klingt jetzt ziemlich schnell und entspannt, ist es aber nicht. Es spielen sich dramatische Szenen ab, weil ich jede Menge meiner Babies zurücklassen muss.

Am Samstag sind wir wieder sehr früh auf der Straße. Wir fahren mit der U-Bahn weit nach Downtown, fast bis an die Südspitze der Insel. Kurzer Exkurs zur Orientierung: Im größten Teil Mannhattans ein Traum. Von Norden nach Süden Avenue, von Osten nach Westen Street. Einfach durchnummeriert. Nicht so in der Gegend in der wir uns gerade aufhalten. Na egal, ich habe eine grobe Karte und als alter Pathfinder kann ich mich ganz leicht an der aufgehenden Sonne orientieren. Gibt es keine Sonne in diesem Land, Chriiist? Gibt es schon. Ist es nicht ok, dass wir unsere Türme bis in den Himmel bauen. Sischer, damit komm ich klar. Aber hey, müsst ihr die Teile wirklich mit Glas verkleiden und verspiegeln? Je nachdem wie ich stehe scheint die Sonne aus einer anderen Richtung. Der gute alte Lederstrumpf hätte sich das Leben genommen :-) Egal, irgendwie schaffen wir es an die Südspitze und haben einen tollen Blick auf den Hudson, die Freiheitsstatue und Ellis Island. Danach geht es hurtig zum Busterminal in der 42. Straße. Von hier fahren wir ca. eine Stunde bis zu einem Outlet-Dorf in New Jersey. Die nächsten Stunden verbringen wir bei strahlendem Sonnenschein mit dem, was viele Frauen besonders gerne tun. Der günstige Dollarkurs hilft, trotzdem muss ich so manche Träne schlucken. Am Abend treffen wir uns mit ein paar Mädels im Hard Rock Cafe und erlauben es unseren erschöpften Körpern kurze Zeit später ohnmächtig zu werden :-)

Am Sonntag steht Sightseeing auf dem Plan. Für einen Überblick drehen wir bei der Downtown-Loop-Tour eine Runde mit dem Bus. So sieht es hier aus:

Am Montag Morgen stehen wir gleich um 8 Uhr am Rockefeller Center um uns „Top of the Rock“ zu geben. Schon beeindruckend, kucksch du:

Gegen Mittag müssen wir aus dem Hotel auschecken. Rückfaht zum Flughafen mit dem Bus. Preismäßig viel besser :-) Da hängen wir noch einige Stunden rum bevor wir wieder knapp 8h zurück fliegen. Mittelsitz, schlafen uncool. Von Köln aus nochmal 3h mit dem Auto bis daheim. Starte Operation „wer hat Angst vorm Jetlag“.

Fazit: Super Stadt, nur Bruchteil gesehen, wieder hin will.