Archiv für April 2008

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Der Berg ruft oder „In dr Woand bist a goanz a oandr Mensch“

April 27, 2008

Vom 17. bis 20. April haben Jens und ich uns zu einem Kletterkurs beim DAV Pforzheim angemeldet. Donnerstag und Freitag steht von 18 bis 21 Uhr Theorie auf dem Plan, am Samstag und Sonntag soll es von 9 bis 16 Uhr richtig zur Sache gehen.

Tag 1:

Materialkunde. Wir erfahren, was ein Einfach-, Doppel- und Zwillingsseil ist; den Unterschied zwischen einem HMS- und einem normalen Karabiner; was ist ein Klemmkeil, ein Friend, eine Ringschlinge, ein Abseilachter, ….

Danach wird geknotet: Zum Anseilen lernen wir den gesteckten Achterknoten, zum Sichern des Partners den Halbmastwurf, für den Standbau den Ankerstich und den Mastwurf und schließlich zum Abseilen als Zusatzsicherung den Prusikknoten.

Tag 2:

Heute werden die Sachen vom Vortag als Trockenübung am Boden geübt. Beim Seilschaftsklettern: Standbau und Kommandos: Vorsteiger sichert sich mit Mastwurf und ruft „Stand“; Sicherer löst HMS-Knoten „Seil ein“ bis das Seil vom Vorsteiger komplett eingezogen ist „Seil aus“; Vorsteiger sichert mit HMS-Knoten „Kommen“; Nachsteiger „Komme“ und go. Beim Top Rope gibt es nur die Kommandos „Zu“ und „Ab“.

Den Abend beschließen wir bei Jens mit Pizza und als Motivationsfilm „Am Limit“.

Tag 3:

Eigentlich wollen wir heute in die Wand, aber es pullert den ganzen Morgen, deshalb werden wir nicht im Freien klettern, weil die Felsen zu rutschig sind und der Spaßfaktor allgemein nicht an der Oberkante kratzt. Trotzdem fahren wir zum Battert bei Baden-Baden um schon einmal einen Eindruck von den Felsen zu kriegen.

Ooookay, schon klar, das ist noch einer der einfacheren Felsen, aber irgendwie doch schon recht steil und die ersten Sicherungshaken sind ein bißchen weiter oben als ich mir das gedacht habe. Das Klettergebiet sieht zwar super klasse aus, aber irgendwie auch etwas bedrohlich. Am Fuße der Felsen sind … na ja, unebene Felsen. Ich schätze, wenn man aus 2,5m Höhe da einen Grounder (Fachjargon :-) ) macht, kann man sich ziemlich übel verletzen.

Für den praktischen Teil fahren wir zurück nach Pforzheim in die Kletterhalle. Den restlichen Tag verbringen wir da an der Innen- und Außenwand mit Top Rope Klettern. Macht richtig Spaß, auch wenn die ein oder andere Lektion in Sachen Demut mal wieder dabei ist. Randnotiz: Wir brauchen unbedingt vernünftige Kletterschuhe, mit normalen Trekkingstiefeln hat man doch teilweise Probleme.

Tag 4:

Abfahrt in Pforzheim um halb 9. Ankunft am Battert gegen 9:15 Uhr. Es scheint richtig schönes Wetter zu geben, deshalb sind wir früh dran um vor den Horden anderer Kletterer am Fels zu sein. Am Fuß des „Prediger Sitz“ wird unser „Basislager“ aufgeschlagen. Heute haben wir das Glück, jede Menge Übungsleiter dabei zu haben. Jens und ich bekommen unseren eigenen (Stefan) mit dem wir eine Seilschaft bilden. Los geht’s mit den ersten Touren. Stefan macht den Vorstieg, danach kommen wir hinterher.

Wow, das ist krass. Wir klettern nach, sammeln dabei die mobilen Sicherungsgeräte wieder ein und sichern uns am Ausstieg. Die Aussicht ist super, aber der direkte Blick nach unten erstmal ziemlich gewöhnungsbedürftig.

Als nächstes steht Abseilen auf dem Plan. Jens stürmt vor wo Engel furchtsam weichen. Mir geht erstmal etwas der Gluteus. Sich an einer 30m hohen senkrechten Felswand am Rand stehend nach hinten fallen zu lassen ist keine natürliche Sache. Nein!!!! es ist keine natürliche Sache. Na ja, wie drückt es Jobo (der Kurschefe) für den Fall eines Grounders so schön aus: „Die ersten 29m sind geil, der letzte ist ziemlich scheiße“. Wenn man erst an der Wand hängt, hat man das Übelste hinter sich und es fängt an Spaß zu machen.

Nach 2 Touren geht es zurück zum Basislager. Hier machen wir noch ein paar Top Rope Aufstiege und an einer einfachen Strecke einen Vorstieg.

Von oben wird entweder partnermäßig abgelassen oder abgeseilt.

Gegen 17 Uhr machen wir uns auf den Rückweg. In Pforzheim gibt es zum Abschluss noch ein Essen mit der Gruppe zum entspannten Ausklang. Das Wetter war super und es hat riesig Spaß gemacht. Vielen Dank an Jobo und das Team vom DAV Pforzheim. Der Kurs war super gemacht und ich würde sagen, wir haben eine ganze Menge gelernt. Jetzt sind wir aber so richtig platt. Dank eines starken Espresso überstehe ich die Heimfahrt ganz gut. Daheim angekommen kann ich aber nicht behaupten, dass das Einschlafen besonders lange dauert.

Oh Mann, wieder an der Oberfläche einer ganz neuen Welt gekratzt. Schnell verdrängen und ganz intensiv an etwas anderes denken. Äh, hört ihr das auch? Pssst, seid mal ganz leise! Hört ihr es? Der Berg ruft :-)

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Inconvenient Run – 09.04.2008

April 27, 2008

Heute ist Mittwoch und ich habe den Nachmittag frei. Der Trolli kommt mit großen Schritten näher und mein Trainingszustand im Bereich Laufen ist noch nicht ganz optimal. Dann wollen wir den diem doch mal carpen ;-) und eine Runde joggen. Soweit so gut, aber es regnet schon den ganzen Tag. Es ist eine Sache am Point of no return vom Regen überrascht zu werden, aber so kann man sich der verständnislosen Blicke der Mitbürger gewiß sein.

Hier die heutige Laufstrecke. Gejoggt wird im Uhrzeigersinn.

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Wir basteln uns eine Depression – JJ-Training am 25.03.2008

April 5, 2008

Es ist ein wunderschöner Dienstag Abend. Warum wunderschön? Na klar, weil genau heute ein super Ju-Jutsu-Training statt findet. Zu schade, dass außer Marc, Sven und mir keiner etwas davon gewußt hat. Na ja, vermutlich glauben die Meisten, dass wegen Osterferien das Training ausfällt. Hey, wenn wir im Land sind und stehen können, dann findet auch Training statt.

Wie auch immer, 1. Stunde: Warm-up, Einschleifen von Schlägen und Tritten, Wurf-Eindreh-Drills, … . 2. Stunde nur noch Sven und ich. Oh, das wird anstrengend. Na ja, wir sind ja schließlich nicht zum Spaß hier. Zumindest nicht zu mehr als 5% (kleiner Fort-Minor-Joke :-) ). Verschieden Sparringsübungen stehen auf dem Plan. Zuerst Grappling, BJJ mäßig, dann Kickboxen. So gegen halb 10 sind wir eigentlich durch. Einer der beiden Freaks sagt dann das Stichwort „Powern“?!? und der andere stimmt aufgrund irgendeines psychologischen Zwangs zu. Kurz werden die Modalitäten besprochen, wobei Beide etwas sagen und krankhafterweise die üblere Option gewählt wird. Das Programm sieht schießlich so aus:

Es gibt 5 Übungen mit einer vorgegebenen Anzahl an Wiederholungen. Wie viele Wiederholungen pro Satz gemacht werden ist egal, Hauptsache man kommt am Ende auf die Gesamtzahl.

  1. Kettlebell Swings: 100 Wiederholungen
  2. Klimmzüge: 20 Wiederholungen
  3. Seilspringen: 1000 Wiederholungen
  4. Wand-Handstand-Liegestütz: 15 Wiederholungen
  5. Kettlebell Clean-Military Press-Snatch: 40 Wiederholungen

Das Gefühl danach ist ziemlich krass. Ihr kennt das bestimmt, man kommt platt von der Arbeit nach Hause, powert dann im Training und fühlt sich danach so richtig gut. Es geht aber auch anders. Fit sind wir bis etwa zu dem Zeitpunkt als der Experte „Powern“ sagt. Nach dem Programm sind wir irgendwie voll m’Ors. Keine Ahnung ob es an den total geleerten Kohlenhydratspeichern liegt, oder ob der Körper sich einfach mit dem Unvermeidlichen abgefunden hat :-) . Jedenfalls schleppe ich mich Richtung Dusche. Einerseits ist jeder Schritt ultra mühsam, andererseits ist eigentlich alles total egal :-) Wie heißt es doch so schön. „Nichts ist gelöst, aber nichts ist wichtig“.

Nachdem ich mühsam die Dusche verlasse sitzt Sven auf der Bank und in seinen Augen sehe ich meine eigene Leere wieder. Wat??? Keine Ahnung, klingt aber ziemlich cool, oder ;-)

Schon klar, die Effizienz von Training bis zum körperlichen Versagen ist zweifelhaft. Egal, trotz einer depressiven Phase direkt im Anschluss war es mal wieder körperlich und psychisch faszinierend und hat Spaß gemacht, auf eine perverse Art und Weise :-) Sehr empfehlenswert, unbedingt mal mitmachen :-)

CU on the mat.

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Everyone is IRISH on March 17th

April 3, 2008

Am 16.3.2008 ist es mal wieder so weit, die traditionelle Irlandfahrt der Buben steht an. In tiefer Ehrfurcht vor den Sitten anderer Völker (den Iren nämlich) und in Übereinstimmung mit der Prophezeiung machen wir uns bereits zum 5. mal auf, den St. Patrick`s Day in Galway zu begehen. Dieses Jahr ist nur der eiserne Kern dabei, sprich J., Mr. T. und moi.

Der 17. fällt dieses Jahr auf einen Montag, d.h., Aufbruch am Sonntag im Morgengrauen. Wir holen Matthias in SNH ab und fahren dann weiter nach Frankfurt. Parken am Stadion, eine Station mit der S-Bahn bis zum Flughafen, Abflug kurz vor 11 Uhr, Ankunft in Dublin ca. um halb 1 (Zeitverschiebung 1 h). Am Flughafen schnappen wir uns den Mietwagen und galoppieren straight gen Westen. Letztes Jahr waren wir einen Tag früher dran und haben uns einiges auf der Fahrt angesehen. Die Zeit haben wir diesesmal nicht, also machen wir den Speedy. Bis Galway an der Westküste sind es nur knapp über 200 km und die Verbindung über die Hauptstraße ist ziemlich direkt. Am späten Nachmittag kommen wir an. Hurra, wir haben nach der Durststrecke im letzten Jahr wieder ein Zimmer im Eyre Square Hotel bekommen. Das Hotel ist super. Relativ preiswert, sehr zentral, morgens Full Irish Breakfast und einen Pub unten drin. Was will man mehr :-) Parken müssen wir allerdings etwas außerhalb, dafür ist es über die Feiertage kostenlos. Endlich im Zimmer angekommen sind wir doch recht platt und tun, was ältere Herren eben so tun und halten erstmal ein kleines Schläfchen.

Gegen 20 Uhr meint einer: „Wir könnten jetzt auch einfach liegen bleiben und akzeptieren, dass wir es nicht mehr bringen… neiiiin, Gott schütze uns vor einem Tag wie diesem!!“ Also schlüpfen wir in die guten Tour-Shirts und machen uns auf in die Stadt. Dem Brauch folgend führt uns der erste Weg in die Skeffs Bar am Eyre Square (das ist die mit der edlen Toilette die ungewöhnlicherweise schon an diesem Tag von einem Einheimischen entweiht wird, doch das nur am Rande). Ebenfalls ungewöhnlich ist, dass wir nicht erst dem guten Ale zusprechen, sondern schon ganz am Anfang einen Wodka Bull benötigen um die Lebensgeister wieder zu wecken. Glücklicherweise kriegen wir dann doch noch die Kurve und schlendern entspannt durch die Stadt. Für alle, die auf Pubs, irische Livemusik, irisches Bier und Pubs stehen ist Galway einfach wow. Dazu ist die Stimmung am day before Paddy`s Day einfach super. Wir ziehen also durch jede Menge Pubs, genehmigen uns gegen ca. 1 Uhr noch eine Portion Taco Fries und lassen den Tag entspannt im Hotel Pub ausklingen.

Am nächsten Morgen gibt es das gute Frühstück ;-) für die richtige Basis und gegen Mittag geht es Richtung Innenstadt. Dieses Jahr haben wir richtig Glück mit dem Wetter und sehen uns den Umzug an. Danach geht es wieder in ein paar Pubs und für das leibliche Wohl zu Supermacs. Gegen Abend treffen wir uns mit Nadja, die einen Sprachurlaub in der Gegend gemacht hat, in unserer Hotelbar auf ein paar Trinkerchen und tauschen verschiedene wichtige Informationen aus. Nach einer Regenerationsphase geht es wieder in die Stadt. Es zeigt sich aber, dass der nächste Tag wohl ein normaler Arbeitstag ist. Zur absoluten Unzeit (nämlich ziemlich früh) ist es doch schon sehr überschaubar in den Lokalitäten. Trotzdem ist es nochmal richtig nett, auch wenn die Leute (wie in jedem Jahr) im Vergleich zum Vortag doch recht verlebt wirken :-)

Am 18. ist gegen Mittag Aufbruch zur Rückreise. Wir haben genug Zeit, deshalb beschließen wir, den ein oder anderen Umweg zu machen um noch etwas zu sehen. Letztes Jahr ging es nach Süden, dieses Jahr deshalb nach Norden. Erstmal Richtung Sligo und dann nach Inishcrone, wo wir etwas am Sandstrand !!! rumgammeln. Richtig nett da, aber eben irisches Wetter :-) Dann geht es zurück nach Dublin, wo wir gegen Abend ankommen. Wir haben Betten in einem 12-Bett-Zimmer :-) im Avalon House. Ach ja, die guten alten Jugendherbergen. Hier treffen wir auch kurz Nadja wieder, die am nächsten Tag zusammen mit uns zurück fliegt. Wir machen uns aber erstmal noch in die Stadt auf. Wir gehen wieder direkt in das Kino, in dem wir im letzten Jahr den megageilen „Hot Fuzz“ gesehen haben. Es läuft „8 Blickwinkel“. Nicht schlecht, aber auch nicht der Burner. Für einen entspannten Runterkommer jedenfalls viel zu hektisch. Danach gibt es im Temple Bar Bezirk noch ein paar Bier, bis die Zapfhähne geschlossen und das Licht angemacht wird.

Am nächsten Tag irren wir auf der Suche nach einem Supermac und einem final Taco Fries durch die Stadt. Als wir schon entkräftet aufgeben wollen findet Jens auf der Rückseite seiner Kinokarte den entscheidenden Hinweis der uns direkt zum nächsten Supermac führt. Neiiin, das war nur Zufall und wir leben nicht in einer Matrix, schon klar :-)

Ok, der Rest ist unspektakulär. Auto tanken und abgeben, am Flughafen zusammen mit Nadja rumgammeln, zurück nach Frankfurt fliegen (dabei 1 h verlieren), Zug, Auto, Abschlußbier im Pub in SNH, heim, fertig.

Nach der Tour ist vor der Tour, die Vorplanung für nächstes Jahr hat genau jetzt begonnen. Zunächst steht aber mal eine gediegene Revivalveranstaltung an. Ihr wisst schon, Bier, Taco Fries und, keine Ahnung, Boondock Saints oder so. Mal kucken.

Ach ja, Bilder. Ich hoffe Mr. T. liest den Bericht und schickt mir ein paar durch. Sobald das passiert erscheinen die genau hier: