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Outdoortest die Zweite. Samstag, 17.11.2007

November 19, 2007

Heute gibt es spontan den zweiten Test outdoor. Am Nachmittag hatte ich 3 Stunden Ju-Jutsu Training in HD und bin danach ziemlich angeschossen. Eigentlich zeichnet sich ein Gammelabend auf der Couch ab. Bei einem kurzen Blick vor die Tür stelle ich fest, dass es ziemlich frisch ist. Schnell wieder rein ins Warme. Zu spät, die kleine Stimme im Hinterkopf hat es spitz gekriegt und fängt an zu Quengeln:

Whoa, coooool, lass uns heute im Freien übernachten!!!

- Nö du, lass mal, heute ist Entspannung angesagt.

Nirgends entspannen wir besser als draußen, this is our church, this is where we heal our hurts. Wer weiß wann wir wieder dazu kommen.

- Keine Chance, ich bin platt, mir tut alles weh, ich hau mich jetzt auf die Couch und danach in ein gut temperiertes Wasserbett. Bei dem Wetter jagt man nicht einmal einen Hund vor die Tür. Das ist mein letztes Wort!!!

Ok ok, ich habe mich vielleicht nicht durchgesetzt, aber die Stimme hätte mich die ganze Woche damit genervt, dann doch lieber mal nachgeben.

Es geht also raus vor die Tore der Stadt. Etwas zu Essen muss ich nicht mitnehmen, da ich vorher eine handvoll Mäc-Gutscheine eingelöst habe. Tut an der Stelle überhaupt nichts zur Sache , aber erwähne es ruhig, sprech darüber, dass deine Ernährungsgewohnheiten z.Zt. ziemlich aus dem Ruder laufen. Danke für deine Offenheit Bruder, setz dich.

Die erste Amtshandlung besteht darin, ein Feuer zu machen. Alleine dadurch steigert sich der Komfort der Umgebung um zwei Sterne. Wichtiges Ausrüstungsteil an dieser Stelle: Eine Stirnlampe. Man hat die Hände frei und gleichzeitig einen perfekt ausgeleuchteten Arbeitsbereich. Wahlweise in weißem oder rotem Licht. Man weiß ja nie, ob es einen nicht einmal auf eine Gefechtsbrücke verschlägt :lol:

outdoor-2-1.jpg

Wie beim letzten mal ist es eine sternlose Nacht. Allerdings etwas frischer. Im Wetterbericht wurde etwas von +1 bis -6 Grad gesagt. Trotzdem ist es am Feuer gut auszuhalten und ultra entspannend. Heute baue ich das Nachtlager zeitig auf. So können sich die selbstaufblasende Isomatte und die Fasern im Schlafsack genug ausdehnen.

Nach einiger Zeit am Feuer kommt endlich der spannende Teil. Die Jacke bleibt draußen, die Hose kommt in das Extrafach im Kopfbereich und dient als Kopfkissen. Ich habe lange Unterwäsche, zwei Paar Socken und einen zweiten Pullover an. Da man über den Kopf einen Großteil der Wärme verliert trage ich eine Wollmütze. Über die Mütze bin ich ziemlich froh, die Kapuze des “Adventure” ist nämlich nicht ganz optimal. Mal sehen, vielleicht lässt sich das über den Kordelzug noch etwas verbessern. Ich habe es übrigens mit drei Kordelzügen zu tun. Einen vom Biwaksack, einen von der Kapuze und einen vom Wärmekragen. Der ist sehr angenehm. Gut geschlossen hält er die Kälte draußen bzw. die Wärme drinnen. Das macht jetzt richtig Spaß. Komplett eingemummt, nur mit einem kleinen Atem- und Sichtschlitz. Keine Ahnung wie kalt es in dieser Nacht wird, im Schlafsack ist es jedenfalls gut auszuhalten. Allerdings dürfte es temperaturmäßig der Grenzbereich sein.

Am Morgen hat sich im oberen Bereich von Schlaf- und Biwaksack etwas Kondeswasser gebildet. Kommt wahrscheinlich hauptsächlich von der Atemluft. Jetzt kommt der nächste spaßige Teil: Raus aus dem Schlafsack und rein in die Kleider. Die Hose ist warm, die Jacke nicht wirklich. Eigentlich will ich die super Atmosphäre bildlich einfangen, aber den Batterien ist es zu kalt und sie erlauben nur einen einzigen Schnappschuss bevor sie auschecken.

outdoor-2-2.jpg

Den trüben Novembermorgen und den wolkenverhangenen Horizont musst Du Dir denken. Jetzt wäre ein heißer Kaffee perfekt. Die Suche nach einem vernünftigen Kocher läuft. Beim nächsten mal wird an dieser Stelle hoffentlich von einer schönen Tasse heißen Gebräus berichtet. Nächstes Detail: Unbedingt Arbeitshandschuhe besorgen, am Besten leicht gefüttert, dadurch werden die Abbauarbeiten zukünftig hoffentlich deutlich angenehmer.

Fazit: Wir kommen der Wahrheit näher. Spaßig und deutlicher Erkenntnisgewinn, so muss es sein.

To be continued.

Ein Kommentar

  1. Sobald das Equipment für Feuerzangenbowle ausreicht bin ich dabei!

    (wobei ich schätze das meine Hinterkopfstimme nach einer Weile auch anfangen wird zu quengeln, jedoch eher nach meinem Bett)



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