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Watchmen – Comic – Film

Mai 10, 2009

Quis custodiet ipsos custodes? – Who watches the watchmen? – Wer wacht über die Wächter?

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Watchmen – Ein absoluter Comic-Klassiker, den man einfach gelesen haben muss. Geschaffen 1985 von Alan Moore (Autor) und Dave Gibbson (Zeichner). Unter anderem ausgezeichnet mit dem Kirby- und dem Eisner-Award. Vom Time Magazine wurde Watchmen als einziges Comic in die Liste der 100 wichtigesten Romane seit 1923 aufgenommen.

Watchmen erschien bei DC zuerst als 12-teilige Serie. Inzwischen wird es als deutsches Paperback von Panini angeboten.

Die Geschichte spielt nicht im bekannten DC-Universum mit Batman und Superman, sondern in einer eigenen Realität mit eigenen (ansonsten unbekannten) Helden. Man kann die Geschichte also ohne Comic-Hintergrundwissen angehen.

Zum Inhalt:

Die eigentliche Geschichte spielt 1985. Durch das Auftauchen der (Super-)Helden in den 1940er Jahren hat sich die Geschichte jedoch anders entwickelt. Die USA haben den Vietnamkrieg gewonnen, Nixon ist immer noch Präsident (erreicht durch eine Änderung des Wahlrechts) und der Kalte Krieg steht kurz vor der Eskalation. Die erste Generation der kostümierten Helden, die Minutemen, sind inzwischen im Ruhestand oder tot. Die zweite Generation wurde Ende der 1970er Jahre durch einen Parlamentsbeschluss für illegal erklärt und hat sich fast komplett zurück gezogen.

Der zweite Nite Owl hat seine Aktivitäten aufgegeben und sich unerkannt ins Privatleben zurückgezogen. Der Comedian (der schon zu Zeiten der Minutemen aktiv war) und Dr. Mannhatten (der einzige mit wirklichen Superkräften) arbeiten für die Regierung. Die zweite Silk Spectre ist mit Dr. Mannhatten liiert und lebt bei ihm. Ozymandias (”der klügste Mann der Welt”) hat seine Geheimidentität öffentlich gemacht und durch geschicktes agieren ein unglaubliches Vermögen gemacht. Nur Rorschach hat sich geweigert, dem Erlaß folge zu leisten. “Der einzig andere aktive Maskenträger ist Rorschach. Wahrer Name unbekannt. Er drückt auf einer Nachricht, die er zusammen mit einem toten, mehrfachen Vergewaltiger vor dem Polizeihauptquartier hinterläßt, seine Meinung zum Zwangsruhestand aus. – Niemals”.

Die eigentliche Geschichte beginnt damit, dass der Comedian getötet wird. Rorschach glaubt, dass es jemand auf kostümierte Helden abgesehen hat. Er beginnt zu ermitteln und warnt die anderen Watchmen. Langsam zeichnet sich ab, dass hinter der Sache viel mehr steckt, als anfangs gedacht. Jemand versucht die Watchmen auszuschalten, um eine richtig große Sache durchzuziehen. Die Watchmen werden wieder aktiv, um der Sache auf den Grund zu gehen. Viel mehr soll an dieser Stelle gar nicht verraten werden, um euch den Lesespaß nicht zu verderben.

Ein paar Worte zum Film: Eine super Ergänzung zum Comic. Wie jetzt, der läuft 163 Minuten lang und kann nicht alleine betrachtet werden, sondern nur als Ergänzung? Wie soll isch sagen? Quasi, sozusagen … JA!!! Angeblich sollte der Film schon früher von Terry Gilliam (”Brazil”) umgesetzt werden. Allerdings wollte er (clevererweise) einen Mehrteiler daraus machen, was (dummerweise) abgelehnt wurde. Schließlich wurde jetzt Zack Snyder (”300″) Regiseur. Das Aussehen der Personen und Schauplätze orientiert sich sehr genau am Comic. Vor allem die Kämpfe werden aber viel genauer und ausführlicher dargestellt. Sie sind zwar ordentlich brutal, machen beim zusehen aber richtig Spaß. Dagegen werden andere Teile teilweise bis zur Unverständlichkeit gekürzt dargestellt. Ich weiß aber auch nicht, wie man das in einem einzigen Film anders machen will. Dazu ist das Comic viel zu komplex. Andere Comic-Paperbachs liest man locker in einer Stunde durch, mit Watchmen kann man sich tagelang vergnügen. Alleine die Textpassagen zwischen den einzelnen Kapiteln, in denen viele Hintergründe beleuchtet und erklärt werden, nehmen einige Zeit in Anspruch. Deshalb sei es dem Film auch nicht übel genommen, dass er vieles kürzen muss, teilweise sogar richtige Änderungen in der Geschichte vornimmt. Trotz allem hat er seine Längen. Die Kumpels, mit denen ich im Film war und die das Comic nicht gelesen hatten, waren (gelinde gesagt) not amused :-)

Ein paar kurze Beispiele: 1) Fast die komplette Geschichte der Minutemen wird im Vorspann abgehandelt. Cool wenn man das Comic gelesen hat, aber sonst bringt das nicht wirklich viel. 2) Es gibt ein Comic im Comic. Die Verbindung zu Ozymandias ist ein dramatischer Moment im Comic, entfällt im Film aber komplett. 3) Das Kapitel mit Rorschach im Gefängnis ist nur gut. Vor allem, wie sich der Psychiater im Laufe der verschiedenen Sitzungen mit ihm verändert, besonders wie er begreift was es bedeutet “es war Kovacs, der dann seine Augen schloss … es war Rorschach, der sie wieder öffnete”. Im Film läuft das alles in einer Sitzung und bei weitem nicht so gut. 4) Der ganze komplexe (unmoralische aber auf ein gutes Ergebnis zielende ???) Plan wird anders als im Comic ausgeführt (auch wenn das Ergebnis weitgehend gleich ist).

Mir persönlich gefällt Rorschach am Besten. Er ist einfach nur cool. Ok, er ist hässlich, ein Assi, kennt nur schwarz und weiß und ist absolut kompromisslos. Trotzdem, er ist cool. (Schon klar, ich werd mir bei Gelegenheit überlegen, was das über mich aussagt:-) ).

Der größte Schwanzlurch ist Dr. Mannhatten. Mit den allmächtigen Freaks kann ich einfach nichts anfangen. Im Grunde ist der Trottel schuld an der ganzen Malaisse. Schon klar, “Ich-bin-der-mächtigste-Checker-überhaupt”. “Der-klügste-Mensch-ist-für-mich-nicht-mehr-als-die-klügste-Termite”. Er lebt zwar ewig, vergißt aber nach 30 Jahren schon was es bedeutet, ein Mensch zu sein. Das erinnert mich an die Auswanderer, die nach 27 Minuten im Ausland anfangen ihre Muttersprache zu verlernen. Das Schicksal der Menschen bedeutet ihm nichts, trotzdem läßt er sich für die Zwecke der Regierung einspannen. Einfach ein ärgerliches Ding. Ich sag nur: Nerd bleibt Nerd.

Bei aller Begeisterung für Comic und (ergänzenden) Film bin ich mir aber noch nicht wirklich schlüssig, was ich von der Handlung und der stillschweigenden Akzeptanz der meisten Protagonisten halten soll. Wird eine furchtbare Tat dadurch gerechtfertigt, dass durch sie ein größeres Übel verhindert wird?

Lest das Comic !!!! Und wenn ihr wollt, kuckt auch noch den Film (in dieser Reihenfolge).

Viel Spaß dabei !!!

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Filmzitat: Dark Knight

April 3, 2009

“Why’s he running, Dad?

Because we have to chase him.

He didn’t do anything wrong.

Because he’s the hero Gotham deserves, but not the one it needs right now. So we hunt him … because he can take it … because he’s not our hero. He’s a silent guardian, a watchful protector, a Dark Knight.”

(”Warum läuft er weg, Dad?

Weil wir ihn jetzt jagen müssen.

Er hat nichts Falsches getan.

Weil er der Held ist, den Gotham verdient, aber nicht der, den es gerade braucht. Also jagen wir ihn … weil er es ertragen kann … denn er ist nicht unser Held. Er ist ein stiller Wächter, ein wachsamer Beschützer, ein Dunkler Ritter.”)


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Equipmentcheck: Fenix PD30

März 19, 2009

“Man bekämpft die Dunkelheit nicht mit Dunkelheit, sondern  mit hellem strahlendem Licht”

In diesem Sinne, laßt uns über die Fenix PD30 reden. Es handelt sich dabei um ein Hochleistungs-LED-Flashlight. So sieht sie aus:

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Der Vergleich mit einem Feuerzeug ist ja nicht schlecht, schau sie dir aber mal neben einem echten Klassiker an, der Maglite-6-D-Cell:

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Krass, oder?!

Hier ein paar Daten: Sie ist 115 mm lang und inkl. Batterien 80g leicht. Sie hat eine entspiegelte Glaslinse, einen speziell designten Reflektor für maximale Lichtausbeute, ein wasserdichtes Gehäuse und eine dauerhafte hardcoat-Anodisierung (Typ III). Betrieben wird sie mit zwei CR123 Lithiumbatterien mit 3 V. Eingeschaltet wird sie über einen Klickschalter am Lampenende. Durch die Griffgestaltung wird ein Wegrollen verhindert.

Der besondere Clou sind die verschiedenen Betriebsmodi. Durch eine leichte Drehung am Lampenkopf kann man zwischen dem Eco-Modus und dem Turbo-Modus wechseln. Durch ein Klicken des Schalters startet der entsprechende Modus in der leichtesten Stufe, danach kann die Stufe durch Antippen (ohne Klick) des Schalters verändert werden. Es ist egal an welcher Stelle man das Licht löscht, nach erneutem Einschalten startet man wieder am Modus-Anfang. Die einzelnen Stufen sehen so aus:

Eco-Modus: Stufe 1: 9 Lumen, 65h mögliche Betriebsdauer- Stufe 2: 70 Lumen, 8h – Stufe 3: 117 Lumen, 4h – Stufe 4: SOS-Signal

Turbo-Modus: Stufe 1: 220 Lumen, 1,5h – Stufe 2: Stroboskop

Die LED hat eine angegebene Lebensdauer von 50.000 Stunden.

Solche Leistungsdaten spiegeln sich natürlch im Preis wider. Zu haben ist das Teil nach meinem Kenntnisstand für knapp 70 Euro.

Die verschiedenen Lichtstärken kommen fototechnisch leider nicht so richtig rüber. Hilfsweise habe ich ein paar Bilder mit verschiedenen Leuchtstärken bei gleicher Beleuchtung eingestellt. Der sich verändernde Hintergrund verschafft einen Eindruck der Helligkeit.

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Durch die Größe und Form läßt sich die Fenix gut in der Hosen- oder Jackentasche tragen und kann im Fall der Fälle auch gut als Kubotan verwendet werden. Mit zusätzlicher Blend- oder Ablenkungswirkung, besonders im Stroboskop-Modus. Die Blendwirkung ist sogar in einem normal beleuchteten Raum noch enorm, bei schlechten Lichtverhältnissen wird der Effekt noch bei weitem verstärkt.

In erster Linie ist die Fenix aber ein super Werkzeug um in einer Vielzahl von Situationen Licht ins Dunkel zu bringen :-)

So denn, es werde Licht !!!

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Buchempfehlung: Judo for MMA

Februar 11, 2009

Heute ist in unserer beliebten Buchbesprechungsrunde “Judo for Mixed Martial Arts” von Karo “The Heat” Parisyan dran.

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Es ist ebenso wie die beiden vorab vorgestellten Bücher von Randy Couture und Fedor in Kooperation mit Krauss und Cordoza entstanden. Das heißt, Format und Aufmachung sind analog. Einleitende Kurzbiographie des Protagonisten, gute und zahlreiche farbige Bilder aus verschiedenen Betrachtungswinkeln, wichtige Detailaufnahmen gezoomt und eine vorangestellte Kurzbeschreibung jeder einzelnen Technikabfolge.

Das englischsprachige Buch hat 283 Seiten und besteht aus folgenden Kapiteln:

  • Control Positions & Transitions
  • Control Positions
  • Control Transitions
  • Sriking Tactics
  • Strikes to the Clinch
  • Strikes to the Takedown
  • Strikes from Control Positions
  • Throwing Techniques
  • Seoi-nage Techniques
  • Osoto-gari Techniques
  • Whizzer Trap & Wrist Control Techniques
  • Hip Throws
  • Slamming Techniques
  • Countering the Collar Tie
  • Countering Body Locks & Takedown Defense
  • Grappling Techniques
  • Pin 1: Scarf-hold
  • Pin 2: Side Control
  • Pin 3 & 4: North-South & Reverse Scarf-hold
  • Pin 5: Mount
  • Leg Lock Transitions
  • The Guard
  • Ground-n-pound

Karo ist in Armenien geboren und in Kalifornien aufgewachsen. Er trainierte Judo unter Gokor und Gene LeBell. Parallel zu einer sehr erfolgreichen Judokarriere begann er früh mit MMA-Kämpfen was ihn schließlich zur UFC führte. D.h., er ist nicht nur Einer, der auf der aktuellen MMA-Welle mitschwimmt, sondern er war da und weiß wovon er redet.

Er hat die Judotechniken so modifiziert, dass sie ohne Gi angewendet werden können, während man permanent auf gegnerische Schläge und Tritte gefasst sein muss. Jeder der schon einmal nur im T-Shirt versucht hat Judo zu trainieren weiß, dass man sich ohne die Griffmöglichkeit “Kragen und Ärmel” in einer ganz anderen Welt befindet. Es ist jedenfalls richtig nett sein Takedownrepertoire im No-Gi-Bereich deutlich über die klassischen Wrestlingtakedowns zu erweitern. Nicht despektierlich dem Ringen gegenüber zu verstehen. Au contaire, im Gegensatz zum Beginn meiner Kampfsportkarriere halte ich Ringen inzwischen für eines der effektivsten Systeme. Die Judokas sind aber auch nicht von den Baumwollfeldern geflüchtet. Für alle, die aus dem Judo oder klassischen Ju-Jutsu kommen und am Submission Wrestling oder MMA interessiert sind, sind die hier gezeigten Techniken eine schöne Brücke zwischen beiden Bereichen.

Damit hatte ich beim Kauf des Buches in etwa gerechnet. Sehr positiv überrascht wurde ich durch den Bodenteil. Klar, früher hat es geheißen: “Lass dich mit dem auf keinen Bodenkampf ein, der macht Judo”. Durch Luta Livre und BJJ hat sich der Bodenkampf jedoch in ganz andere Sphären erhoben und entwickelt sich immer weiter. Viele der Techniken in dem Buch sind jedoch durchaus state of the art. Ok, aus der Sidemount würde ich keinen Cobra Choke machen, sondern direkt in den Sidechoke einsteigen, einige der Techniken haben wir aber fast identisch auch im Luta Livre trainiert.

Ich kann das Buch nur empfehlen. Den no-Gi-interessierten Judo- und Ju-Jutsukas sowieso. Allen anderen als Übergangslösung bis endlich das heißersehnte ALL (Andyconda Luta Livre) Buch raus kommt.

Viel Spaß beim Training !!!

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Equipmentcheck: Carinthia Defence 4

Februar 4, 2009

Hier kommt der versprochene Equipmentcheck zu meinem Carinthia Defence 4. Es gibt ihn in zwei Ausfertigungen, jeweils für Körpergrößen bis 185 cm oder bis 200 cm. Da meine Körpergröße im Grenzbereich liegt, war ich mir nicht ganz sicher, habe mich dann aber für die größere Variante entschieden. Klar, größerer Innenraum verlangt dem Körper mehr Heizleistung ab, andererseits wollte ich nicht zu beengt sein und für alle Fälle auch noch Platz für Ausrüstung im Inneren haben. Er hat eine zweilagige Konstruktion, Differenzialschnitt, Thermoreflect Isolierung und eine Kunstfaserfüllung (1.100 g GLT Hollow Fibre). Der Komfortbereich ist mit -15 Grad angegeben, der Extrembereich mit -34 Grad.

Kleiner Exkurs: Seit 2005 gibt es eine EU-Norm, die allgemeine Anforderungen zur Kennzeichnung und Beschreibung von Schlafsäcken festlegt. Damit soll erreicht werden, die Angaben der verschiedenen Hersteller und Modelle miteinander vergleichbar zu machen. Die Komforttemperatur ist der Wert, bei dem eine “Standardfrau” (25 Jahre, 60kg, 160 cm) gerade noch nicht friert. Beim Extremwert steht die “Standardfrau” unter starker Kältebelastung mit einem erhöhten Risiko der Unterkühlung.

Wenn die Outdoorsache Spaß machen soll, empfiehlt es sich den Komfortbereich im Auge zu behalten. Im Outdooreinsatz hat sich der Defence 4 in Verbindung mit einem Biwaksack bis zu -17 Grad recht ordentlich geschlagen. Noch ein kurzes Wort zur Frage der Füllung: Kunstfaser oder Daune? Bei allem technischen Fortschritt hat immer noch die Daune die Nase vorn, wenn es um minimales Packmaß und geringes Gewicht geht (Achtung, es gibt Daunen von unterschiedlich hoher Qualität). Der Vorteil der Kunstfasern liegt darin, dass sie gegen Feuchtigkeit unempfindlicher und weniger pflegebedürftig sind. Außerdem sind sie normalerweise preiswerter.

Doch wir wollen Bilder sehen:

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Die Perspektive ist hier etwas verzerrt, doch läßt sich so die Mumienform sehr schön darstellen. Der Defence 4 hat eine Gesamtlänge von ca. 225 cm, eine Breite im Schulterbereich von 80 cm und im Fußbereich von 55 cm. Ein Wärmekragen ist nicht vorhanden, durch die Kapuzenform und die sehr eng verschließbare Gesichtsöffnung läßt sich die Wärme jedoch recht gut im Inneren halten.

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Er hat einen Mittelreißverschluss, der durch eine klettverschließbare Abdeckleiste vor Nässe geschütz wird.

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Die gefütterte innere Abdeckleiste reduziert den Kälteeinbruch an der Schwachstelle Reißverschluss.

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Wer steht auf kalte Füße? Keiner! Das wird vermutlich der Grund für die verstärkte Fütterung im Fußbereich sein.

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Der Packsack ist mit Komprimierungsriemen versehen, womit ein Maß von 25×38 cm erreicht werden kann.

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Das Gesamtgewicht beträgt 2.040 g. Nach Möglichkeit sollte der Schlafsack nicht permanent im Komprimierungssack aufbewahrt werden, da darunter der Loft leiden kann. Grundsätzlich (vor allem bei Daunenfüllung) sollte der Schlafsack nicht zusammengerollt, sondern in den Packsack gestopft werden. Auch dadurch wird die Füllung geschont. Der Defence 4 ist ein 3- Jahreszeitenschlafsack, mit dem man in unseren Breiten von Herbst bis Frühling ganz gut bedient sein sollte. So richtig Spaß macht es natürlich, wenn man ihn im unteren Grenzbereich einsetzen kann. Um den Komfortbereich noch um 4 bis 5 Grad zu strecken, sollte man über folgende Ergänzung nachdenken :-)

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Viel Spaß bei der nächsten kalten Nacht irgendwo da draußen!!!

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Equipmetcheck: Candle Lantern

Januar 27, 2009

Nachdem wir uns vor Kurzem einen Kocher angeschaut haben, ist heute ein Lichtmacher dran. Wie soll er sein? Klein, leicht, soll ohne Strom laufen, darf bei Wind nicht gleich ausgehen und soll trotzdem hell geben. Voilá, die Candle Lantern:

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Die Laterne ist nur 184g schwer, im geschlossenen Zustand knapp 11cm und geöffnet ca. 16,5cm hoch. Das Glas schützt zuverlässig vor Wind und läßt sich zum Anzünden der Kerze vollständig versenken. Zum Einsatz kommen spezielle tropfarme Kerzen mit einer Brenndauer von ca. 9 Stunden.

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Durch einen Federmechanismus wird die Kerze immer in die richtige Höhe gedrückt. Durch ein Fenster auf der Rückseite kann die Resthöhe gecheckt werden. Ihr wollt das Teil in seine Einzelteile zerlegen? Ich auch :-)

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Um nachts draußen ein Buch zu lesen ist die Candle Lantern nur bedingt geeignet und um bei bestimmten Tätigkeiten den Arbeitsbereich auszuleuchten empfehle ich eine Stirnlampe. Ansonsten ist sie jedoch eine kleine, ausdauernde Alternative zu Petroleumlaternen oder Fackeln.

Also dann, es werde Licht :-)

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Buchempfehlung: Fedor

Januar 21, 2009

Heute stelle ich euch das Buch des “undisputed king of MMA” vor. Dear friends, Genosse Fedor Emelianenko:

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Es ist auch wieder ein Cordoza-Krauss mit guten, farbigen Bildern. Die Einzeltechniken werden großteils aus verschiedenen Winkeln gezeigt. Das Buch hat 263 Seiten und ist auf Englisch. Aber auch als Analphabet kann man mit den Bildern ganz gut etwas anfangen. Wer lesen kann ist dennoch im Vorteil :-) Jede Techniksequenz beginnt mit einer rein schriftlichen Beschreibung der Abfolge. Dann folgen die beschrifteten Bilder.

Hier der Inhalt:

  • Striking Techniques
  • Punching Techniques
  • Kicking Techniques
  • Checking Techniques
  • Counterattacks
  • Countering the Jab
  • Countering the Hook
  • Countering the Cross
  • Countering Kicks
  • Striking Attacks
  • Punching Combinations
  • Punch/Kick Combinations
  • The Clinch
  • Close Range Combinations
  • Muay Thai Clinch
  • Throws and Takedowns
  • Ground Techniques: Top Control
  • Guard: Ground & Pound
  • Guard: Passing
  • Half Guard
  • Mount
  • Rear Mount
  • Ground Techniques: Bottom
  • Guard: Submissions
  • Guard: Sweeps
  • Mount Escape
  • Side Control Escapes

Wer filigrane fancy moves erwartet, wird von diesem Buch eher enttäuscht werden. Es handelt sich in erster Linie um ehrliche “Brot-und-Butter-Techniken”. Manche Techniken wirken fast zu einfach, z.B. “Jab to cross to low kick” oder “armbar from rear mount”. Trotzdem betont Fedor immer wieder, wie wichtig es ist, gerade diese Techniken besonders intensiv zu trainieren. Sie werden sehr detailliert beschrieben mit besonderer Betonung der jeweiligen Knackpunkte. Es reicht eben nicht aus diese Techniken zu kennen, man muss sie auch anwenden können. Unter diesem Gesichtspunkt dürfte man auch mit den “einfachen” Techniken aus diesem Buch eine gute Zeit beschäftigt sein.

Viel Spaß beim Durcharbeiten!

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Subzero Outdoor – 10.01.2009

Januar 14, 2009

Es heißt, wir hätten den kältesten Winter seit 22 Jahren. Das letzte mal war ich 10, das nächste mal werde ich 54 sein ;-) But tonight’s the night, baby. Und was für eine Nacht.

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Wir haben Vollmond und gediegene -12 Grad. Ich habe wieder eine Stirnlampe, aber bei dem Strahler am Himmel braucht man die fast nicht. Jürgen ist der Erste und sorgt für den wichtigen Mittelpunkt.

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Danach hat er sich etwas Kühles zu trinken verdient. Wir haben schon einmal über den Zusammenhang von Druck und Temperatur gesprochen. Die Theorie ist ja nett, die Praxis ist netter. So sieht es aus, wenn man eine eiskalte Flasche öffnet, in der sich vorher noch flüssiges Getränk befand.

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Wir haben uns zwar ein warmes Refugium geschaffen, unter freiem Himmel ist es aber schöner. Allerdings sinkt die Temperatur weiter und selbst 3 bis 5 Lagen Kleidung drohen an ihre Grenzen zu stoßen. Glücklicherweise kennt Matthias, als weitgereister Globetrotter, einen alten Trappertrick gegen die Kälte: Feuerzangenbowle. Alles was er dazu braucht, sind ein Schweizer Taschenmesser, ein Schnürsenkel und noch 2 bis 3 Kleinigkeiten. Voilà, es werde Licht.

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Gleich besser. So kann man es aushalten. Es folgt noch ein angenehmer Abend mit netten Gesprächen, glaube ich :-) So langsam wird die Runde kleiner. Jetzt noch eine heiße Gulaschsuppe im Refugium. Als uns auch noch der letzte Heimschläfer verläßt wird es ernst. Das Nachtlager will aufgebaut werden. In dieser Nacht, an dieser Stelle wird das Quecksilber bis auf -17 Grad sinken. Die Stimmung wechselt von ausgelassen, entspannt auf konzentriert. Bei allem Spaß bewegen wir uns hier in einem Bereich, der ohne das richtige Equipment und die entsprechende Vorbereitung auch richtig unangenehm werden kann. Aber das ist das Schöne an den Kollegen: Für jeden Blödsinn zu haben, aber voll bei der Sache wenn es darauf ankommt. Jeder fährt, bedingt durch das zur Verfügung stehende Material seine eigene Strategie. Alle liegen auf einer Erhöhung (Feldbett/Liege) mit verschiedenen Auflagen. Darauf hat Jeder seine eigene Kombination aus verschiedenen Schlaf- und Biwaksäcken.

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Ich habe heute erstmals eine Feldbettauflage von Nordisk im Einsatz. Biwaksack wie gehabt. Mein “Adventure” wäre unter diesen Bedingungen hoffnungslos überfordert, deshalb verwende ich heute den Defence 4 von Carinthia (zu diesem netten Teil bald mehr in einem “Equipmentcheck”). Das Einsteigen in die Schlafhöhle ist eine Sache für sich :-)

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Nachdem das geschafft ist, sieht es aber etwa so aus:

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In der Schlafhöhle ist es erstmal richtig angenehm. Hosen und Jacken werden ausgezogen und mit rein genommen. Kurz überlegen wir, auch die Schuhe zu verpacken und in den Schlafsack zu stecken, lassen sie dann aber draußen. Bei diesen Temperaturen spürt man jede Schwachstelle in der line of defence gegen die Kälte. Die Reißverschlüsse sollten deutlich kürzer ale bei einem Sommerschlafsack sein und mit einer überlappenden Schicht verdeckt werden. Die Gesichtsöffnung wird möglichst klein gehalten und das Gesicht zusätzlich mit einer Sturmmaske geschützt. Dicht am Feuer dient der Biwaksack neben seiner normalen Funktion als Wind- und Nässeschutz auch noch als Abwehr vor Funkenflug. So gegen 4 Uhr stelle ich fest, dass die Feldbettauflage allein gegen die Kälte zu wenig ist. Es wird von unten her leicht frisch. Dummerweise sollte ich jetzt auch noch dem Ruf der Natur folgen, was man sich in dieser Situation zweimal überlegt. Schließlich gehe ich doch raus und nutze den Rückweg um das Feuer noch einmal zu füttern.

Als die Sonne aufgeht, was die Landschaft wie gemalt aussehen läßt, haben wir dank ordentlicher Feuerwache immer noch eine schöne Wärmequelle, die dem Schlüpfen aus dem Schlafsack etwas den Schrecken nimmt.

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Der Anblick des Raureifs auf den Schlafhüllen und des gefrorenen Kondenswassers auf der Innenseite der Biwaksäcke kommt schon richtig gut.

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Zum Frühstück feuerzangenbowlen-flavored Kaffee bringt die Lebensgeister dann auch wieder zurück. Wieder Spaß gehabt und auch wieder was gelernt, was will man mehr. Nur das mit der Mäc-Bestellung müssen wir nochmal üben :-)

Bis zum nächsten mal, outdoor.

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Jahresabschlussoutdoorsession 30.12.2008

Januar 6, 2009

Die letzten Wochen waren wettermäßig nicht so prickelnd, dafür sind die letzten paar Tage des Jahres richtig schön. Um diese Jahreszeit bedeutet das, trocken und richtig kalt. Also Sachen geschnappt und raus an die Luft. Der Himmel ist sternenklar und bietet einen tollen Anblick. Der Mond ist allerdings nur eine schmale Sichel und bringt als Lichtquelle nicht so wirklich viel. Ich bin als erster da und dafür verantwortlich, ein kuscheliges Lager zu richten. Dummerweise hat meine Stirnlampe vor Kurzem Beine bekommen. In der Lichtschalterwelt ist das nicht weiter tragisch und Abhilfe für dieses Problem hat es nicht einmal bis auf meine Prioritätenliste geschafft. Wie heißt es so schön: Es sind die Details, die einen zu Fall bringen. Meine kleine Stablampe ist zwar recht nett, zum Arbeiten draußen kann sie mit einer Stirnlampe aber nicht mithalten. Lange Rede kurzer Sinn, “Stirnlampe besorgen” steht auf meiner Liste inzwischen im oberen Viertel :-)

Schließlich habe ich es dann doch noch geschafft, das Lager zu richten ohne mich zu verletzen und es kann endlich zum gemütlichen Teil übergehen. Die erste Ausgabe der langerwarteten Glühweinsession steht an. Beim Erwärmen leistet das Trangiageschirr gute Dienste. Da der Spiritusbrenner aber doch etwas heftig wäre, benutzen wir stilecht ein Holzfeuer.

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Einfach nur gut und super entspannend. An dieser Stelle nur noch einmal der Hinweis, dass angemessene Kleidung den Spaßfaktor deutlich erhöht. Neben Jacke, Mütze(!!!), Schal, sollten mehrere Schichten an langer Unterwäsche eingeplant werden. Daheim erscheint das leicht übertrieben, draußen ist es aber doch ziemlich schattig. Für den Notfall ist ein Poncholiner immer ein gerngesehenes Accessoire am Feuer :-)

Danach wird es ernst. Die Nachtlager werden gerichtet. Inzwischen sind wir bei ca. -6 Grad im Schatten.

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Ich bin wieder mit meinem gewohnten Equipment am Start. Jürgen hat heute seinen neuen Biwaksack von Carinthia dabei. Das Teil hat er zu einem absolut unglaublich günstigen Preis bekommen. Ich kann es immer noch nicht ganz fassen. Ich schätze demnächst wird es zu dem Teil an dieser Stelle noch ein paar ausführlichere Worte geben. Ich habe für alle Fälle den Schlafsackwärmer mit inside. Macht einfach riesig Spaß sich einzumummen und die Nacht subzero draußen zu verbringen. Den Komfortbereich meines “Adventures” habe ich jedoch deutlich überschritten. Wettermäßig sind für die nächsten Tage -10 bis -20 Grad vorhergesagt. Klingt super, allerdings muss die Ausrüstung dazu noch gepimpt werden.

Der weniger prickelnde Moment ist morgens kurz nach dem Aufstehen. Das Wetter ist klasse, aber es ist so richtig frisch.

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Leider ist das Feuer komplett runter gebrannt. Ein bißchen Restglut wäre jetzt eine feine Sache. So müssen die nächsten Handgriffe eben mit eisigen Griffeln durchgeführt werden.

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Glücklicherweise ist Kaffeekochen mit dem Trangiakocher nur eine Sache von Minuten.Vorausgesetzt, man bekommt das Wasser aus der Flasche :-) Man beachte den Flascheninhalt.

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Die Jahresauftaktveranstaltung 2009 wird schon freudig erwartet.

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Comicempfehlung: Kingdom Come

Dezember 30, 2008

“Und da geschahen Stimmen und Donner und Blitze und Erdbeben. Und es ward ein Hagel und Feuer mit Blut gemengt. Und es fiel ein großer Stern vom Himmel, der brannte wie eine Fackel. Und ich sah und hörte einen Engel sagen mit großer Stimme: Weh, weh, weh denen, die auf Erden wohnen”.

Mit diesen Worten beginnt KINGDOM COME, eine der besten Comicgeschichten überhaupt. Geschaffen 1995 von Mark Waid (Text) und Alex Ross (Zeichnung).

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Die Zeichnungen von Alex Ross sind der Hammer. Die Bilder wirken beinahe fotorealistisch. Jede Seite ist ein Kunstwerk für sich. In den letzten Jahren hat er oft Coverseiten geschaffen, hier kommt man jedoch von der ersten bis zur letzten Seite in den Genuss seines Könnens. Passend zur Optik ist auch die Geschichte vom Feinsten.

Doch zum Inhalt: Es handelt sich um eine Elseworld-Geschichte, ca. 20 Jahre in der Zukunft unserer bekannten DC-Realität. Der Spectre erscheint dem alten Geistlichen Norman McCay und fordert diesen auf, ihn zu begleiten um ihm bei einer wichtigen Entscheidung zu helfen.

Die Welt hat sich geändert, die Menschen hatten sich von der alten Superheldengarde, mit ihren hehren Idealen abgewandt. Daraufhin zog sich Superman enttäuscht aus der Öffentlichkeit zurück. Die Aufgabe seines endlosen Kampfes hatte jedoch weitreichende Folgen. Als größter Held war er immer eine Inspiration für die anderen Helden. Mutlos geworden gaben viele daraufhin ebenfalls ihren Kampf auf oder agierten nur noch im Verborgenen. Dieses Vakuum füllte nun eine neue Generation von Superwesen. Sie sind jedoch skrupellos in der Wahl ihrer Methoden und nutzen ihre Kräfte und Fähigkeiten vor allem um Spaß zu haben. Bei ihren Kämpfen kann man kaum sagen wer gut oder böse ist. Auf unschuldige normale Menschen nehmen sie keine Rücksicht. Bei einem dieser Kämpfe kommt es zu einer Katastrohe, bei der ein Großteil des Mittleren Westens vernichtet wird und unzählige Menschen ums Leben kommen.

Daraufhin schafft es Wonder Woman, Superman nach 10 Jahren zur Aufgabe seines selbstgewählten Exils zu bewegen. Mit ihm tauchen wieder viele der Helden aus dem Verborgenen auf. Einige davon hatte der Spectre kurz zuvor Norman gezeigt, der sich kaum noch an sie erinnern konnte. Nur weil es so gut ist, hier die entsprechende Passage:

  • Keystone City ist zu einem Utopia geworden. Zu einem Protektorat, in dem unablässig ein Sturm patrolliert, der einst ein Mensch war. Niemand sieht ihn, niemand hört ihn. Er läuft ein einsames Rennen. Aber alle, die hier wohnen haben seine Anwesenheit gespürt. Er ist überall gleichzeitig. Ein Schutzengel. Er lebt zwischen dem Ticken einer Sekunde… er ist Flash.
  • Ein weiterer hat hoch über der Erdoberfläche Zuflucht gesucht. Das von ihm erbaute Emerald City funkelt im Nachthimmel wie ein grüner Stern. Dort sitzt Green Lantern auf einem einsamen Thron und wartet stets wachsam auf Anzeichen extraterrestrischer Bedrohungen. Er wartet…noch immer.
  • Und was ist mit denen, die keine Götter waren? Ich erinnere mich an einen anderen, der in Gotham City zu Hause war. Was ist aus Batman geworden? – Ah…Batman…Batman hat seine Stadt unter Kontrolle. (Kleine Anmerkung: Nennt mich voreingenommen, aber das war ja klar :-) Batman rules!!!).

Doch weiter im Text. Supermans Verbündete werden immer zahlreicher. Doch viele der neuen “Helden” wollen sich ihren Status nicht ohne Widerstand nehmen lassen. Es kommt zu erbitterten Kämpfen. Die, die sich nicht bekehren lassen wollen, werden in einem riesigen Gefängnis eingesperrt. Die Situation ist kritisch und eskaliert schließlich völlig, als ein unerwarteter Gegner auftaucht. Billy Batson wurde von Lex Luthor einer Gehirnwäsche unterzogen und wird von diesem nun kontrolliert. Als Captain Marvel zerstört er das Gefängnis und es kommt zum Krieg der Superwesen. Inzwischen hat die Regierung Atombomber gestartet um alle Superwesen auf dem Schlachtfeld zu vernichten. Als die Bombe abgeworfen wird, stellt der Spectre Norman McCay die Frage. Explodiert die Bombe, sterben die Superwesen. Tut sie es nicht, könnten sie durch ihre Kämpfe die Menschheit vernichten. Beides wäre Völkermord. Was ist richtig oder falsch? Wer sind die Schuldigen? Denn diese zu bestrafen ist die Aufgabe des Spectres. Norman McCay soll richten.

Ob ich verrate wie es ausgeht? Wie drückt es Schorsch in “From Dusk till Dawn” so schön aus? “Ich bin vielleicht ein Bastard, aber ich bin kein verdammter Bastard”. Ihr müsst nicht in New York oder auf Hawaii gewesen sein. Ihr müsst auch nicht unbedingt gesehen haben, wie die Sonne wie ein Ball aus geschmolzenem Gold im Meer versinkt. Aber diese Geschichte müsst ihr gelesen haben, sonst habt ihr echt etwas verpasst, wenn ihr euch in vielen Jahren zum Auschecken niederlegt :-)

Noch ein Hinweis zum Schluss: Zumindest rudimentäre Kenntnisse des DC-Universums steigern den Lesespaß ungemein. Dieses Kunstwerk strotzt vor Anspielungen und ist vollgepackt mit bekannten Figuren. Allerdings eben ca. 20 Jahre älter. Da kann sich an Aussehen und Kostümen schon einiges verändern. Ich sag nur, wer Robin auf Anhieb erkennt hat meinen tiefen Respekt ;-)

In diesem Sinne: Ergänzt eure Vorsatzliste für 2009 um einen Punkt und setzt den nach ganz oben: Kingdom Come lesen !!!